Neue Sprechzeiten: Mittwoch 13h-14h!

 

Pressemitteilung des Referats für Antifaschismus und Antirassismus des AStA-Marburg

AStA Marburg mit rechtsextremen Stickern beklebt

Marburg/18.04.2012. Unbekannte beklebten am Wochenende den Allgemeinen Studierendenausschuss der Uni Marburg (AStA) und die Kollektivkneipe Havanna 8 mit Aufklebern mit eindeutig neofaschistischen Inhalten. Bei den den mehr als 50 Aufklebern handelt es sich unter anderem um das Wappen der Burschenschaft Germania, die in dem Dachverband der Deutschen Burschenschaft (DB) organisiert ist und als extrem rechts in Erscheinung tritt.

Fester Bestandteil der rechten Ideologie ist ein patriarchales Weltbild, in dem Frauen und Männern klare Fähigkeiten und Rollen zugesprochen werden. Dazu gehört die Vorstellung eines traditionellen Familienbildes und die Ablehnung von gleichgeschlechtlichen Beziehungen. Die Aufkleberaktion muss daher als ein sexistischer und homophober Angriff gewertet werden. Im AstA-Gebäude betroffen waren vor allem das Autonome Schwulenreferat sowie das Autonome FrauenLesbenReferat. Wanda Erdmann, AStA- Referentin für Antifaschismus und Antirassismus dazu: „Das zeigt die klare Ablehnung des Kampfes um die Rechte von Lesben und Schwulen und verdeutlicht, dass es nicht nur bei Ansichten bleibt, sondern es darüber hinaus um ein Handeln gegen Menschen geht, die von Diskriminierung betroffen sind und nicht in das rechtskonservative Weltbild der Burschenschaften passen.“

Der AStA Marburg zeigt sich zudem erfreut darüber, dass die Kritik am Marktfrühschoppen wieder in die Öffentlichkeit gelangt ist. Wanda Erdmann ergänzte: "Die Kritik der Grünen ist absolut gerechtfertigt, dass macht die Aufkleberaktion deutlich. Sie greift sogar noch zu kurz!". Erdmann stellt fest, dass zum Einen vier, nicht drei, der Marburger Verbindungen Mitglieder der extrem rechten Deutschen Burschenschaft (DB) seien. Außerdem dürfe eine Kritik an Studentenverbindungen nicht auf die DB-Burschen beschränkt sein. Auch in den zahlreichen anderen Verbindungen würden sich regelmäßig rechts-konservative, sexistische und homophobe Einstellungen nachweisen lassen. „Und selbst wenn diese versuchen, einen anderen Eindruck zu vermitteln, feiern sie ja doch gerne alle zusammen. Wenn wir das kritisieren, werden wir als politische Extremist_innen und Nestbeschmutzer_innen dargestellt. Das ist völlig absurd!", empört sich Erdmann.

Die Deutsche Burschenschaft machte im vergangenen Jahr Schlagzeilen, als sie darüber diskutierte, einen „Ariernachweis“ für ihre Mitglieder einzuführen. Zudem ist es gängige Praxis, dass die Burschenschaften der DB regelmäßig Vorträge mit Referent_innen aus dem rechten Milieu auf
ihren Häusern organisieren. So sollte zuletzt der französische Neonazi und Mitbegründer des „Thule Seminars“ Pierre Krebs bei der Burschenschaft Germania sprechen. Es lassen sich klare Überschneidungen zwischen der organisierten rechten Szene und den Burschenschaften der DB
erkennen. Wanda Erdmann, Referentin für Antifaschismus und Antirassismus im AStA Marburg, erläutert: „Wie eng diese Verbindungen sind, lässt sich etwa beim jährlich auf dem Marburger Marktplatz stattfindenden Marktfrühschoppen beobachten, bei dem beispielsweise Neonazigröße Björn Clemens gemeinsam mit Burschenschaftlern feiert.“

 

Vortrag: " 'Die Extremisten der NSU' oder wie eine Gesellschaft ihre Probleme abschiebt"

Die Morde des "Nationalsozialistischen Untergrundes" sind seit Monaten Thema in den bundesdeutschen Medien. Neun rassistische Morde, ein Bombenatentat auf Migrant_innen sowie zehn Banküberfälle gehen nach derzeitigem Kenntnisstand auf das Konto der Terrorgruppierung. Die Behörden gaben sich anfangs unwissend; zumindest für die Anfangsjahre des NSU ist mittlerweile das Gegenteil belegt. Ein Ende ist nicht absehbar: Ständig kommen neue Detailinformationen ans Licht. Damit erschöpft sich jedoch auch ein Großteil der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema. Akribisch wird nach den Hintergründen der "Terrozelle" gefragt und Fehler in den behördlichen Ermittlungsarbeiten aufgedeckt. Folgerichtig bestimmt die Frage nach effektiveren, handlungsfähigeren Ordnungsbehörden die Debatte - und das nicht nur in den bürgerlichen Medien. Eine gemeinsame „Nazidatei“, bessere Vernetzung und eventuell eine Umstrukturierung des Verfassungsschutzes sollen das Problem lösen. Was diese Verhandlung rechter Gewalt mit der Extremismustheorie zu tun hat und warum dabei die rassistische Gesellschaft nicht thematisiert wird, wird am 14.02.2011 Thema.
von: lisa:2 und Antifa-Antira-Referat

Dienstag, 14. Februar, 18:00h
Seminarraum 006 im Hörsaalgebäude, Biegenstr. 14

 

Vortrag: "Wurzelrassen, Erzengel und Volksgeister"

Hautcreme für den Babypopo von Weleda, biologisch-dynamische Karotten der Marke Demeter, Rudolf-Steiner-Brot im Naturkostladen und die Waldorfschule kennen viele, nicht aber die Weltanschauung, die dahinter steckt. Der Journalist Peter Bierl, Autor des Buches „Wurzelrassen, Erzengel und Volksgeister“ (Neuausgabe 2005), beschäftigt sich in seinem Vortrag mit der Anthroposophie und ihrem Gründer Rudolf Steiner. Der Mann, der sich als Hellseher darstellte, von seinen Anhängern als „Menschheitsführer“ und Wiedergeburt von Aristoteles verehrt wurde, war überzeugt, dass nur die „weiße Rasse“ am Geiste schafft, während Asiaten dekadent, Schwarze überhitzte Triebwesen und Juden einseitig intellektuell seien und zersetzend wirkten. Die Deutschen rechnete der Guru einer fünften Wurzelrasse der Arier zu, die noch einige Jahrtausende führend sein soll. Anthroposophie steht in der Tradition der völkischen deutschen Romantik sowie der okkultistischen und lebensreformerischen Bewegung um 1900. In Steiners Anthroposophie spuken Engel und Dämonen, Volks- und Rassengeister, er mixte Versatzstücke aus Buddhismus, Hinduismus und Christentum mit darwinistischen Evolutionsvorstellungen und bürgerlichem Kulturpessimismus. Darum erklären Anthroposophen Erdbeben, Tsunami und Reaktorkatastrophe in Fukushima als karmischen Ausgleich für einen angeblich besonderen Materialismus der Japaner. Rassistische und antisemitische Ideen der Zeit finden sich in der Anthroposophie, die wiederum die Waldorfschule prägt. Vorstellungen über Reinkarnation und Karma sind in der Waldorfpädagogik weit verbreitet. Die Lehrer werden nach den Ideen Steiners ausgebildet. In einem Buch, das ein enger Mitarbeiter Steiners verfasst hat und das 1998 in einer Broschüre, die die Pädagogische Forschungsstelle des Bundes der Waldorfschulen herausgegeben hatte, zur Unterrichtsvorbereitung empfohlen wurde, heißt es: „Der Keim zum Genie ist der arischen Rasse bereits in ihre atlantische Wiege gelegt worden.“

Vortrag und Diskussion
13.01.2012
20h

Hörsaal H in der Philfak
 

 

 

Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht

Zum Anlass des 73. Jahrestages der Reichspogromnacht am 9. November findet wie jedes Jahr eine Gedenkveranstaltung der Jüdischen Gemeinde Marburg in der Universitätsstrasse statt.

Das Referat für Antifaschismus und Antirassismus im AStA Marburg sieht jede_n in der Verantwortung das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus aufrechtzuerhalten und die deutsche Geschichte weder zu vergessen, noch zu verharmlosen. Erst durch die Auseinandersetzung mit der deutschen Vergangenheit und durch Solidarität mit denen, die heute und damals von faschistischer Gewalt betroffen sind, kann eine aktuelle antifaschistische Politik möglich sein.

Gegen das Vergessen, gegen das Leugnen!

 

Gedenkveranstaltung der Jüdischen Gemeinde am 9. November um 19h

Universitätsstasse Marburg

 

 

Antikorporierter Stadtrundgang und Vortrag

Stadtrundgang mit S. Peters:
Datum: Montag, 7.11.2011
Beginn: 16h
Treffpunkt: an der alten Uni

Vortrag: Rechte Burschen mit J. Kronauer
Datum: Donnerstag, 17.11.2011
Beginn: 19h
Ort:
Seminarraum 006 im Hörsaalgebäude, Biegenstr. 14

Flyer:
http://s7.directupload.net/images/111019/gqlsnwyd.pdf

Pressemitteilung:

AStA reagiert mit zwei Veranstaltungen auf Treffen rechter Burschen

Nachdem bekannt wurde, dass am kommenden Wochenende ein Treffen mehrerer Burschenschaften des rechten Dachverbandes Deutsche Burschenschaft stattfindet, plant der AStA zwei Veranstaltungen zum Thema Verbindungen.

Wanda Erdmann, Sprecherin des Antifa-Antira-Referates sagte: „Gerade für Erstsemester sind Verbindungen und Burschenschaften oftmals noch unbekannt. Wir wollen mit zwei inhaltlichen Veranstaltungen darüber informieren und unsere Kritik am Verbindungswesen deutlich machen. Ihre nationalistischen und sexistischen Positionierungen stehen dabei genauso im Fokus, wie die mangelnde Distanz von vermeintlich liberaleren Verbindungen zu offen rechten Burschenschaften.“

Zunächst soll ein Stadtrundgang durchgeführt werden, bei dem der ehemalige Verbindungsstudent Stephan Peters kritisch über die Marburger Verbindungen berichtet. Der Rundgang findet am 7.11.2011 statt und beginnt um 16h an der Alten Universität.
Am darauf folgenden Donnerstag, dem 17. November im Hörsaalgebäude (Raum 006), wird dann der Journalist Jörg Kronauer über die rechten Auswüchse der Verbindungen referieren.

Erdmann weiter: „Wir wollen den Erstsemestern und natürlich auch allen anderen Interessierten deutlich machen, was an Verbindungen kritikwürdig ist. Wir wollen auch Studierende davor bewahren auf billige Zimmerangebote hereinzufallen oder auf vermeintlich nette Cocktail-Partys zu gehen, hinter denen sich rechte Verbindungen verstecken.“

Wer sich tiefer mit dem Thema befassen will, findet auf der Internetseite „Vorsicht Fuchsjagd“ (http://fuchsjagd.blogsport.de) nähere Informationen, die vom AStA unterstützt wird. Dort haben verschiedene Personen Informationen zum Thema Verbindungen gesammelt. „Fuchsjagd“ ist im Jargon der Verbindungen ein Ausdruck für das Anwerben von neuen Mitgliedern, die sich zunächst als „Fuchs“ oder „Fux“ bewähren müssen, bevor sie ein Bursche werden.

 

Infoveranstaltung zum Naziaufmarsch in Gießen

Datum: 5.7.2011
Beginn: 20h
Ort: Hörsaal H der PhilFak
Infos:
http://giessenbleibtnazifrei.blogsport.de/

 

Ausstellung und Vortrag: Rassistische Polizeigewalt

Datum: 7.7.2011
Beginn: 20:30h
Ort: Café am Grün (Am Grün 28)
Infos: AStA Kalender

 

Veranstaltungsreihe im Dez. und Jan.

 
13.12.10
Film und Diskussion: Es war ein anderes Leben
Beginn: 19:30h
Ort: Marburger Synagoge, Liebigstrasse 21a
[mehr Informationen]


16.12.10
Theater: Fluchtpunkt: Israel
Beginn: 19:30h
Ort: Waggonhalle, Bühne 2, Rudolf-Bultmann-Str. 2a
[mehr Informationen]


14.01.11
Fahrt zur Gedenkstätte Breitenau
Abfahrt: 12h
Ort: Georg Gaßmann Stadion
Bitte per Mail anmelden und Karten im Geschäftszimmer oder beim DGB abholen.
[mehr Informationen]


Eine gemeinsame Veranstaltungsreihe mit der Jüdischen Gemeinde Marburg, dem DGB Kreis Marburg-Biedenkopf, DGB Jugendmittelhessen und der Zeitgeschichtlichen Dokumentationsstelle Marburg
 

Referat für Antifaschismus und Antirassismus

Email: antifa-antira@asta-marburg.de
Sprechstunde: Mittwoch 13:00 - 14:00 Uhr

Schwerpunkte:

Die kritische Beschäftigung mit dem Korporationswesen
Ein wichtiges Feld des Referats ist die immer in der Marburger Öffentlichkeit aktuelle und für das Studieren an der Universität präsente kritische Beschäftigung mit dem (Marburger) Korporationswesen. Dazu gehört das Hinterfragen ihrer gesellschaftlichen Rolle, aber auch das Sichtbarmachen von Unterschieden und Gemeinsamkeiten in Vergangenheit und Zukunft. Zum Beispiel werden dabei sowohl extrem rechte Inhalte und Betätigungen mancher Burschenschaften betrachtet, als auch dahingehende Tendenzen und Überschneidungen bei als gemäßigter geltenden Verbindungen.
 
Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus
Ein weiteres Anliegen sind uns die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und das Gedenken an die Opfer des NS-Terrors. Zu dem zeigt sich hier ein Feld, das längst nicht als „fertig erforscht“ betrachtet werden kann. Aus diesem Grund unterstützen wir Studierende bei Projekten, die sich mit Zu- und Umgängen zu und mit dem Thema beschäftigen und eher unbeachtete Fragestellungen in den Blick nehmen. Auch kooperieren wir zu diesem Thema mit anderen gesellschaftlichen Akteur_innen in Marburg.
 
Unterstützung von Opfern rassistischer oder faschistischer Übergriffe an der Uni
Das Referat versteht sich als Ansprechpartner_in für Studierende, die in ihrem Uni-Alltag von Formen rassistischen oder faschistischen Grenzüberschreitungen betroffen sind. Wir möchten betroffenen Personen helfen, mit solchen Situationen umzugehen, und dabei gemeinsam überlegen, wie dagegen vorgegangen werden kann und wie unsere Unterstützung aussehen soll.

 
Sprechstunde im Wintersemester 09/10
Die Sprechstunde des Referats für Antifaschismus und Antirassismus findet in diesem Semester jeden Dienstag von 14-15 Uhr in den Räumen des AStA Marburg, Erlenring 5, statt.
Insbesondere soll unsere Sprechstunde ein Angebot für Student_innen sein, die:

- Rassistischem Verhalten ausgesetzt sind, ob in der Uni, bei Lehrveranstaltungen oder aber auch bei ihrer Wohnungssuche oder in ihrem Wohnheim.
- Aktivitäten von Faschist_innen oder Rassist_innen an der Uni beobachten.
- In Lehrveranstaltungen rassistisches Verhalten von Dozent_innen in Form von z.B. Sprüchen oder Inhalten beobachten.

Uns ist bewusst, dass es all diese Dinge an der Uni gibt, und wissen, dass es für von Diskriminierung betroffenen Personen oft sehr schwierig ist, damit umzugehen und dagegen vorzugehen.
Es ist uns wichtig, mit euch gemeinsam zu überlegen, wie wir vorgehen können und euch zu unterstützen. Natürlich werden alle Informationen, die ihr mit uns austauscht vertraulich behandelt, wenn ihr das wünscht!

Das Referat für Antifaschismus und Antirassismus des AStA der Uni Marburg plant auch eine offene Sprechstunde auf den Lahnbergen anzubieten. Damit möchten wir Menschen, die auf den Lahnbergen studieren und so keine oder kaum die Möglichkeit haben unsere Sprechstunde in den Räumen des AStA wahzumehmen, eben dies ermöglichen. Achtet auf Terminankündigungen!


 
 
AStA Marburg’s Section for Antifascism and Antiracism Winter Term 2009/10 Office Hours
The office hours of the Referat für Antifaschismus und Antirassismus for the Winter Semester 2009/10 are scheduled on Tuesdays from 2pm to 3pm in the AStA Office, Erlenring 5.
We would particulary like to invite students to the office hours who:

- are effected by, and/or exposed to, racist behaviour within the University, during seminars, in the search for accommodation and/or in student housing
- have observed activities of fascists or racists at the University
- have experienced or are experiencing racist behaviour(s) in seminars by University employees, whether in the form of comments or the content of the lectures

We are aware of the fact that this type of behaviour exists and continues to occur at our University. Also, we understand that it can be difficult for people affected by discrimination to deal with these experiences and to find suitable methods to combat these behaviours.
The office hours provide an opportunity to look for ways to handle this together and to offer our support in a variety of ways. Of course, all the information you share with us will be treated confidentially unless instructed otherwise.

Furthermore, the Referat für Antifaschismus und Antirassismus of the AStA Marburg is planning to offer open office hours at the Lahnberge in order to make it possible for those students attending classes at the Lahnberge, and who have limited access to the AStA Office, to take advantage of our services and support. Watch out for announcements!

 


AStA Marburg
Erlenring 5
35037 Marburg
Fon +49 (0)6421-1703-0
Fax +49 (0)6421-1703-33

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