Sprechstunde: Donnerstag von 12h bis 13h im AStA
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Was will das Referat für Studentische Freiräume und Selbstverwaltete Strukturen?
Studentische Freiräume werden immer mehr beschnitten. Die meisten Studierenden hetzen von einem Seminar zum anderen, Zeit sich für Hochschulpolitik zu interessieren, zu engagieren und dabei Demokratie zu erleben und selbst zu gestalten bleibt kaum noch. Die Universität kann nur noch eingeschränkt als Ort des freien Denkens und selbstbestimmten Lernens gesehen werden. Eine deutliche Entwicklung ist hierbei z.B. die Umstrukturierung der Studiengänge zum Bachelor/Master-System. Die Studierenden haben kaum noch Möglichkeiten den Verlauf ihres Studiums und ihre Schwerpunkte selbst zu wählen. Dadurch ist ein selbstbestimmtes Studium nur noch eingeschränkt möglich. Deswegen wird der Erhalt bzw. die Erkämpfung von studentischen Freiräumen und selbstverwalteten Strukturen an der Universität immer wichtiger.
Freiräume müssen als Räume verstanden werden, die gesellschaftlichen Verhältnisse, wie z.b. Sexismus, Rassismus, Homophobie thematisieren. In der Schaffung so verstandener Freiräume werden die Bereitstellung von Infrastruktur und Ressourcen für (politische und kulturelle) studentische Initiativen verbunden mit einem Demokratieverständnis, in dem Demokratie über die Partizipation an Wahlen hinaus zur alltäglich gelebten Praxis wird. Das Referat für Freiräume und Selbstverwaltete Strukturen möchte in Kooperation mit Gruppen, die sich mit diesem Thema beschäftigen, Konzepte und Forderungen erarbeiten, die ein bewußtes Studieren und studentisches Engagement an und um die Uni wieder möglich machen. Ein Nachmittag frei von Seminaren, um diesen bspw. für Gremienarbeit zu nutzen, ist hierbei eine Forderung, die die Möglichkeit zur anderen Gestaltung des Studiums und der Uni aufzeigt. In Zusammenarbeit mit Dozent_innen, Professor_innen und Studierenden will das Referat desweiteren selbstorganisierte Seminare mitgestalten und unterstützen.
Hast du interesse an diesem Thema oder Ideen dann komm vorbei in die Sprechstunde oder per mail.
>>> NEWS <<<
Austausch- und Vernetzungstreffen zu Wohnraumpolitik:
Am: 01. Juli um 20h im DGB- Haus
Die Nordstadt ist Sanierungsgebiet. Auf den ersten Blick scheint die Renovierung und Sanierung von Gebäuden nichts Schlechtes zu sein. Tatsächlich bedeutet Sanierung in diesem Kontext vor allem "Aufwertung". Von offizieller Seite meint dies, das Gebiet für Anwohner_innen und Anleger_innen attraktiver zu gestalten. Doch was heißt das in der Konsequenz für die hier wohnenden Bürger_innen, für die ansässigen Geschäfte, für Marburg? Deren Interessen wurden in der Vergangenheit und werden auch in Zukunft dem Ziel, aus der Nordstadt ein "aufgewertetes" Gebiet zu machen, untergeordnet. Anwohnner_innen, die nicht mit diesem Ziel übereinstimmen, werden verdrängt, kleinere Geschäfte geschlossen, Freiräume eingeschränkt und Häuser abgerissen. Das alles geschieht ohne das Bemühen um ausreichende Information für die Öffentlichkeit. Oft sind die wenigen Informationen, die weitergegeben werden, wenig greifbar und aus zweiter Hand. Wir wollen mit unserem Treffen unseren Wissensstand der Abläufe der letzten Jahre darstellen, Interessierte, Engagierte und Betroffene zusammenbringen und ein Forum zur Vernetzung bieten.
