News aus dem Referat "Umwelt"

Bericht über die Fahrraddemo vom 28.10.2016

Fahrraddemo am 28.10.2016

Am 28. Oktober 2016 fand nach zweijähriger Pause die vierte Fahrrad- und Skatedemo in Marburg statt. Veranstaltet wurde diese vom AStA Marburg mit Hilfe weiterer Unterstützer*innen.

Zu Beginn der Veranstaltung versammelten sich ca. 300 Fahrradbegeisterte am Elisabeth-Blochmann-Platz, um nach einer kurzen Auftaktrede gemeinsam Richtung Stadtautobahn (B3) zu fahren. Am Hauptbahnhof gab es dann die erste Zwischenkundgebung des stadtbekannten Radaktivisten Hans-Horst Althaus. Er äußerte heftige Kritik an der teils fahrradunfreundlichen Infrastruktur der Stadt Marburg und der aus Radfahrer*innen-Perspektive misslungenen Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes.
Anschließend fuhr die Demo mit guter Stimmung und unter lautstarkem Geklingel auf die Stadtautobahn. Die Teilnehmer*innen setzten hier ein deutliches Zeichen gegen den Lärm und Gestank, den die B3 den Rest des Jahres verursacht.
Weiter ging es dann über die Universitätsstraße zum Wilhelmsplatz, wo Jonathan Schwarz von der Marburger Linken die Möglichkeit nutzte, einen kritischen Blick auf die Verkehrspolitik der Stadt Marburg zu werfen und sich für eine autofreie Innenstadt auszusprechen. Weiter ging es quer durch das Südviertel in Richtung Stadthalle, wo sich die verschiedenen in der Heusingerstraße ansässigen Initiativen sowie die Critical Mass vorstellten. In den Räumen der Heusingerstraße befinden sich die Fahrradselbsthilfewerkstatt Radikate, die Asylbegleitung Mittelhessen und der Tauschladen PlunderWunder.
Gemeinsam radelten wir dann über den Pilgrimstein und den Erlenring zum momentan leerstehenden Gebäude des alten Sprachatlas im Herrmann-Jacobsohn-Weg. An dieser Stelle wurde darauf aufmerksam gemacht, dass es trotz steigender Mieten und fehlendem Wohnraum in Marburg nicht wenige leerstehende Gebäude im Innenstadtbereich gibt.
Jede*r von uns hatte unterschiedliche Beweggründe, an der Fahrraddemo teilzunehmen, gemeinsam  war uns jedoch, dass wir als Fahrradfahrer*innen mehr Berücksichtigung im Straßenverkehr fordern. Wir wünschen uns eine verbesserte Radverkehrsinfrastruktur sowie mehr Begegnungs- und Erholungsräume in Form von Parks und Grünflächen anstelle von noch mehr Raum für Parkhäuser und den motorisierten Individualverkehr. Wir fordern eine Stadt für alle und wollten in dieser Form auch gemeinsam für bezahlbaren Wohnraum und selbstverwaltete Freiräume kämpfen.

Danke, dass ihr mit uns die Straßen ein Stück weit zurückerobert und mit Lebensfreude gefüllt habt und hoffentlich bis zum nächsten Mal!

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