PM Bundeswehr raus aus den (Hoch-)Schulen!

Am 24.5. möchte das Zentrum für Lehrer(sic!)bildung (ZfL) der Philipps-Universität Marburg einen Gast der Universität der Bundeswehr Hamburg einladen. Wir stellen uns entschieden dagegen! Angehörigen des Militärs und seiner Institutionen darf kein Raum gewährt werden!

Die Normalisierung der Bundeswehr hat in den vergangenen Jahren – auch im Zuge ihrer neuen Imagekampagne – perfide Züge angenommen. Hip und neu präsentiert sich das Militär und versucht dabei zu verschleiern, dass es eigentlich um marschieren, gehorchen und töten auf Befehl geht. Die Bundeswehr ist in diversen Auslandseinsätzen tätig und ermöglicht und unterstützt die gezielten Kampfeinsätze anderer Armeen. Die Bundesrepublik ist noch immer eine der wichtigsten Waffenproduzentinnen der Welt, wenn es um Exporte geht. Dass oft genug anderen die Waffen in die Hand gegeben werden, damit sie sich vor Ort selbst gegenseitig umbringen können, verdeutlicht nur noch eines: „Von deutschem Boden“ gehen noch immer Krieg und Leid aus!

Durch das scheinbar selbstverständliche Eindringen der Bundeswehr in zivilgesellschaftliche Räume und Diskurse soll deren Existenz und Arbeit verharmlost werden. Wir positionieren uns entschieden gegen die Vereinnahmung gesellschaftlichen Raums durch das Militär! Eine Universität, die nach ihrem Selbstverständnis “durch die akademische Bildung die Attraktivität des Offizierberufs” erhöhen möchte, hat in der (Zivil)gesellschaft keinen Platz! Ob der Inhalt der Veranstaltung etwas mit der Bundeswehr selbst zu tun hat oder nicht, ist völlig unerheblich. Indem das ZfL die Bundeswehr in jeglicher Gestalt einlädt und ihr eine Plattform bietet, beteiligt es sich direkt an deren Normalisierung. Angehörige*r der Bundeswehr zu sein, egal in welchem Bereich, ist kein herkömmlicher Beruf und darf es auch niemals werden! Wie absurd ist es da, aus Perpektive der Lehrer*innenausbildung einen Prof. der Militäruniversität zu hofieren. Eine Erziehung für Frieden, Gerechtigkeit, internationale Solidarität und gegen Rassismus kann nur ohne das Militär und gegen dessen Einsätze geschehen!

DIE BUNDESWEHR GEHÖRT NICHT IN SCHULEN!
SIE GEHÖRT AUCH NICHT IN DIE UNIVERSITÄT!
UND DAMIT AUCH NICHT IN DIE LEHRER*INNENAUSBILDUNG!

Deshalb fordern wir das ZfL dazu auf, Herrn Nohl auszuladen und den Raum stattdessen z.B. für eine Diskussion darüber zu nutzen, welche Verantwortung das ZfL in der Friedenserziehung hat!

Dies ist eine Pressemitteilung des AK Kritische Pädagogik in solidarischer Unterstützung des AStA Marburg

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