Infoveranstaltung 22.04.22 - 16 Uhr

Wir freuen uns, euch mitteilen zu können, dass dieses Jahr eine Infoveranstaltung am 22.04.
um 16 Uhr im Raum  +1/0010  im Hörsaalgebäude (Biegenstraße 14) stattfinden wird,
bei welcher sich die Tutor*innen mit ihren Tutorien vorstellen werden.

Auch Raum für Fragen wird es geben - wir freuen uns auf euch!


We are pleased to inform you that this year there will be an information event
on 22.04. at 4 pm in room +1/0010 in the lecture hall building (Biegenstraße 14),
where the tutors will introduce themselves and their tutorials.


There will also be room for questions - we look forward to seeing you!

Die autonomen Tutorien im Allgemeinen

in aller Kürze

Die Philipps-Universität Marburg hat eine Vielzahl von Studiengängen, die über mehrere  Standorte verteilt sind, daher gibt es leider kaum Räume, in denen bspw. Student*innen der Naturwissenschaften und Gesellschaftswissenschaften aufeinander treffen und gemeinsam und interdisziplinär Themen erkunden können. Autonome Tutorien stellen ein fachbereichsübergreifendes selbstverwaltetes Lehr- und Lernangebot von Student*innen an Student*innen dar. In den Autonomen Tutorien bekommst Du in ungezwungener Atmosphäre zu erkunden. Dieses Format bietet die Möglichkeit wissenschaftliche Themen kritisch aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten, ohne an inneruniversitäre Bologna-Zwänge gebunden zu sein. 

Die Gestaltung der Tutorien liegt ganz in den Händen der Tutor*innen. Die Tutor*in eines Autonomen Tutoriums hat hauptsächlich die Aufgabe, den Ablauf des Tutoriums zu strukturieren und den Gruppenprozess zu organisieren. Die Autonomen Tutorien leben jedoch vor allem von den Beiträgen und der Mitarbeit der Teilnehmer*innen. Daher besteht keine Anwesenheitspflicht und es werden auch keine Prüfungen oder Ähnliches abgenommen. Da sie nicht zur currecularen Lehre gehören, werden keine ECTS-Punkte vergeben. Die Autonomen Tutorien können in der Regel nicht auf Module in Studiengängen verrechnet werden. Auf Anfrage können jedoch Teilnahmebescheinigungen ausgestellt werden.

Bei Fragen wende dich gerne per E-Mail an die Ansprechpersonen für Autonome Tutorien oder schaue in der entsprechenden Sprechstunde vorbei (siehe Sprechzeiten). 

Ansprechpersonen für Autonome Tutorien:

Die aktuellen Sprechzeiten des Allgemeinen AStA-Vorstandes findest du hier: https://www.asta-marburg.de/referate/vorstand/

Die Auswahlgespräche

Die Auswahlgespräche finden in der Regel in den beiden Wochen nach Ausschreibungsfrist statt. Die Bewerber*innen, die die Auswahlkriterien erfüllen, werden zu einem ca. 30 minütigen Auswahlgespräch eingeladen. Dieses findet vor dem Ausschuss für Autonome Tutorien statt, sofern dieser sich konstituiert hat. Ansonsten sind der AStA Vorstand und die Koordinatorin der AT verantwortlich.

Im Auswahlgespräch haben die Bewerber*innen 10-15 Minuten Zeit ihre Fragestellung und die Ideen für das Autonome Tutorium vorzustellen. Es ist daher wichtig, dass die selbstformulierte Fragestellung die Auswahlkriterien erfüllt.

Anschließend werden Fragen durch den Ausschus gestellt (10-15 Minuten).

Folgende Punkte sind bei der Vorstellung eures Tutoriumkonzeptes wichtig:

- Schwerpunktsetzung des Tutoriums

- interdisziplinärer Zugang zu dem Thema

- Vorstellung von: Unterthemen, Debatten und Fragestellung(en) 

- ungefährer Semesterplan: Themen der einzelnen Sitzungen, Gruppenkonzept

- emanzipatorisches Lehr- und Lernkonzept

Es ist weniger wichtig, ein*e Expert*in in dem selbstgewählten Thema zu sein, als die Bereitschaft zur selbstständigen Informationsaneignung zu zeigen. Wissenschaftliches Arbeiten hingegen sollte Voraussetzung sein und Bezüge auf wissenschaftliche Literatur oder Autor*innen sollen hergestellt werden.

Stellt gerne auch vor, woher euer Interesse für das ausgewählte Thema kommt und welche Erkenntnisse ihr euch vom gemeinsamen Lernen erhofft. Das Tutorium sollte eine interdisziplinäre Thematik und/oder innovatives Lehrkonzept verfolgen. Ein kritischer Blick auf die jeweiligen Lehr- und Forschungsdisziplinen sowie den gesellschaftlichen Kontext der Wissenschaften kritisch zureflektieren ist wichtig.
Daher sollte beides in eure Planung miteinfließen.

Keine Angst, die Auswahlgespräche sind absichtlich nicht als Verhör, sondern als Gespräche konzipiert! Es geht um den gemeinsamen Austausch. Das Gespräch wird moderiert und es wird auf die Zeit geachtet werden. Nach dem alle Gespräche stattgefunden haben, wird euch das Ergebnis der Auswahl per E-Mail mitgeteilt werden.

Aufgabe als Tutor*in

Die ausgewählten Autonomen Tutorien finden während der Vorlesungszeit (in der Regel) jede Woche 90 Minuten statt, um ein spannendes Thema im Kreis von Kommiliton*innen in ungezwungener Atmosphäre zu erkunden. Die Autonomen Tutorien sind grundsätzlich nicht an universitäre Lehrveranstaltungen gebunden, d.h. die Tutor*innen vergeben auch keine Noten auf Grundlage von ECTS-Punkten!

Einer Tutor*in eines Autonomen Tutoriums hat hauptsächlich die Aufgabe, den Ablauf des Tutoriums zu strukturieren und den Gruppenprozess zu organisieren. Die Koordinator*in für Autonome Tutorien steht für organisatorische Fragen und zur Unterstützung zur Verfügung. Die gemeinsame Auserarbeitung der Sitzungsgestaltung kann zusammen mit der Koordinationsstelle erstellt werden.

Der AStA Marburg stellt für die Durchführung der Autonomen Tutorien Beamer, Moderationskoffer und weitere Materialien auf Anfrage zur Verfügung.


Entstehungsgeschichte der autonomen Tutorien

Am 17.10.2017 bewilligte die Zentrale Kommission über die Verwendung der zentralen Mittel zur Qualitätssicherung von Studium und Lehre (Zentrale QSL-Kommission) auf Antrag des AStA Vorstandes Gelder für die Organisation und Durchführung von vier Autonomen Tutorien im Sommersemester 2018. 

Mittel zur Qualitätssicherung von Studium und Lehre: Seit der Abschaffung der Studiengebühren in Hessen steht den Universitäten eine Zusatzfinanzierung durch das Land zu, die die Gebühren ersetzen soll. Diese Gelder dienen nicht der Finanzierung grundständiger Lehre, sollen zur Verbesserung bzw. Erweiterung des angebotenen Lehrangebots genutzt werden. Diese Verbesserung kann materieller (z.B. Kursausstattung, ausleihbare Bücher) oder personeller (z.B. zusätzliche Kursbetreuer) Art sein. Jeder Fachbereich hat eine QSL-Kommission und es gibt noch die Zentrale QSL-Mittel Kommission. Die Kommission entscheidet auf Antrag über die Verwendung der verfügbaren Gelder. Dabei haben die Studierenden erhebliches Mitspracherecht. Denn dies ist das einzige Gremium der Uni, das paritätisch besetzt ist, in dem also 6 Studentische Vertreter*innen und 6 Vertreter*innen aus anderen Statusgruppen Mitglieder sind. Jedes Organ der Uni kann Anträge stellen, eingeschlossen sind dabei die Fachschaftsräte und der AStA Marburg.

Kontakt

Bei Fragen zu den autonomen Tutorien kannst Du dich gerne bei uns melden

E-Mail: auton-tutorien-koord@asta-marburg.de

Koordinatorin: Dorothea Orth

 

Autonome Tutorien der Studierendenschaft Sommer 2022 (Start: 3. Vorlesungswoche)

We want change! Kreatives Schreiben als Raum im Wandel

Es gibt vieles, was wir ändern wollen. Vieles, was uns beschäftigt, beschränkt, entsetzt oder uns davon abhält, so zu leben, wie wir wollen und das auch anderen, uns allen gemeinsam zu ermöglichen. Weltweite strukturelle Machtverhältnisse stehen dem zum Beispiel im Weg: Rassismus, Patriarchat, kapitalistische Zerstörung der Natur und der Menschen, Einteilung von Menschen und Körpern in mehr oder weniger produktiv … Es gibt genug Gründe zu rufen: Es reicht!

Lasst uns gemeinsam Anderes vorstellbar machen. Lasst uns fragen, wo wir stehen und welche Erfahrungen uns dahin gebracht haben. Wir können dies mit Methoden des kreativen Schreibens tun und so einen kleinen Schritt weiter kommen in der Frage, wohin wir wollen und was uns im Weg steht – und wie wir selbst dabei weniger im Weg stehen können.

Wir sammeln dabei eure Themen und schauen dann genauer hin: Krieg und Freund*innenschaft, Geld und Bewegungsfreiheit, Urlaub und Familie – alles ist miteinander verwoben. Lasst uns die Muster erkunden und ganz neue stricken, dann haben wir eine Sammlung, die uns Mut machen kann. Um mitzumachen, braucht ihr nur Papier, Stift (oder Laptop) und Lust, euch darauf einzulassen. Geschrieben werden kann auf allen Sprachen, die allgemeine Verständigung ist auf Deutsch. Die erste Sitzung findet online statt, dann entscheiden wir gemeinsam, ob es digital oder in Präsenz weitergeht. Wenn ihr z.B. Seh- oder Höreinschränkungen habt und unsicher seid, wie es für euch gut klappen könnte, meldet euch gerne!

Tutorin: Laura

Wann: wöchentlich mittwochs, 10-12 Uhr (erste Sitzung online)

E-Mail-Adresse: Stumpp@students.uni-marburg.de

Link: https://webconf.hrz.uni-marburg.de/c/lau-j8i-md4-xjs

Raum: 01C10 (ehem. Bibliothek 116) (Wilhelm-Röpke-Straße 6, Geisteswissenschaftliche Institute, Block C (W | 02))

https://marvin.uni-marburg.de/qisserver/pages/cm/exa/searchRoomDetail.xhtml?_flowId=showRoomDetail-flow&roomId=402&roomType=3&context=showRoomDetails&navigationPosition=organisation%2Csearchroom

Antisemitismus und Geschlecht in Literatur und Film

Wenn Antisemitismus als eine Weltanschauung begriffen wird, wird klar, dass dieser nicht nur eine Diskriminierungsform oder eine Art der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit ist. In der antisemitischen Weltanschauung projiziert der:die Antisemit:in die nicht ertragene Ambivalenz der Moderne auf das, was er:sie für jüdisch hält. Prägend für antisemitische Vorstellungen ist mitunter auch ein heteronormatives Verständnis von Familie und Geschlecht.

Da antisemitische Denkweisen sich nicht nur in der „realen“ Welt wiederfinden, sondern auch in Literatur und Film, erscheint es unverständlich, dass es noch keine ausgeprägte, wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Antisemitismus in populärer Literatur und Film gibt. Durch die Nähe von antisemitischen Verschwörungsideologien wie die über sog. „Reptiloiden“ und die sog. „Hohlerde“ zu den Genres Fantasy und Science-Fiction, soll sich die Auseinandersetzung im autonomen Tutorium auf diese Genres beschränken. Da das heteronormative Verständnis von Familie und Geschlecht prägend für den Antisemitismus ist, soll in den Sitzungen der Frage nachgegangen werden, wie Geschlechterstereotype in beiden Genres dargestellt werden und welche Auswirkung diese auf die verwendeten Gut-/Böse-Schemata haben.

Das autonome Tutorium ist dabei in zwei Blöcke geteilt, der erste Block erarbeitet ein interdisziplinäres und theoretisches Verständnis von Antisemitismus und Geschlecht. Geschlechter- und Antisemitismusforschung werden dabei aufeinander bezogen und ineinander integriert. Der zweite Block baut auf den theoretischen Erkenntnissen des ersten Blocks auf und wirft einen hermeneutischen Blick auf populäre Literatur und Filme wie Harry Potter, Herr der Ringe oder Star Wars. Das Seminar ist hier auf Literatur- und Filmvorschläge der Teilnehmenden angewiesen. Mit Hilfe einer hermeneutischen Herangehensweise soll die Frage nach dem Zusammenhang von Geschlecht und den verwendeten Gut-/Böse-Schemata erörtert und zu kritischer Reflexion in Bezug auf populäre Literatur und Filme eingeladen werden.

Tutor: Philipp

Wann: wöchentlich donnerstags, 16-18 Uhr (in Präsenz)

E-Mail-Adresse: Polta@students.uni-marburg.de

Raum: 102 (+1/1020) (Deutschhausstraße 3, Institutsgebäude (F | 04))

 

Info: Die erste Sitzung findet einmalig als Ausweichtermin am Freitag, den 29. April von 12-14 Uhr im LiFa-Raum (Raum 04B02) in der Philosophischen Fakultät (Wilhelm-Röpke-Straße 6) statt!

“No border no nation” aber “My body my choice”: Ambivalenzen des Konzeptes “Grenze” in Alltag, Wissenschaft und Politik

Grenzen sind überall: Wir begrenzen unser Infektionsrisiko, grenzen ein Thema ein, grenzen uns ab, überschreiten die Geschwindigkeitsbegrenzung, achten auf persönliche Grenzen und grenzen Menschen – bewusst oder unbewusst - aus oder werden selbst ausgegrenzt. Doch auch in den Wissenschaften lauern Grenzen an jeder Ecke: Als Grenzwert, als Grenze zwischen Ökosystemen, als Grenze menschlicher Erfahrung, als juristischer Grenzbereich oder als politische Grenze. Schlussendlich durchziehen Grenzen auch politische Debatten, beispielsweise um Migration oder um das Selbstbestimmungsrecht Gebärfähiger. Dabei fällt auf, dass Grenzen nicht nur in vielfältigen Formen auftreten, sondern auch höchst unterschiedlich eingeschätzt und bewertet werden.

In meinem Tutorium möchte ich mit allen an der Teilnahme Interessierten der Frage nachgehen, ob dieser auf den ersten Blick willkürlich anmutenden Ansammlung von Beispielen eine innere Verbindung innewohnt. Ist also die “Grenze” mehr als ein bloßes Wort, möglicherweise sogar eine Grundstruktur des menschlichen Denkens – und damit auch unserer wissenschaftlichen Arbeit?

Das Material, mit dessen Hilfe wir diese Frage ergründen, werden die wissenschaftlichen, politischen und ggf. auch persönlichen Erfahrungen aller Teilnehmenden bilden. Aus diesem heraus kommen wir der Grenze nicht nur in ihren facettenreichen Ambivalenzen sondern auch als diese tragende Struktur auf die Spur. Ziel soll es sein, allen Teilnehmer:innen einen bewussteren Umgang mit Begriff und Konzept der Grenze zu ermöglichen. Ich bitte um vorherige Anmeldung per Mail.

Tutorin: Maria

Wann: wöchentlich freitags 10-12 Uhr (in Präsenz)

E-Mail-Adresse: schnei5a@students.uni-marburg.de

 Raum: 101 (+1/1010) (Deutschhausstraße 3, Institutsgebäude (F | 04))

 

The Vibratile Body - Körperwissen, Körperpraktiken und politische Bewegungen

“Es war das Geräusch von Schwingungen, nicht der Klang von Worten, der den gigantischen, pulsierenden Körper unter dem Regen vereinte, als wir am 19 Oktober den ersten nationalen Frauen*streik organisierten. Es ertönt die Art von Schrei, die durch einen Schlag auf den Mund erzeugt wird. Das Geheul einer Herde. Mit kriegerischer Veranlagung. (...) In einem Sumpf, der den Körper zerrüttet und bewegt.”
Dieses autonome Tutorium soll als Spielwiese und Experimentierfeld dienen in dem wir gemeinsam künstlerisch und autoethnographisch zu Formen des Körperwissens, Körperpraktiken und politischen Bewegungen forschen. Wir werden praktisch mit unserem eigenen Körper arbeiten, gemeinsam wissenschaftliche Texte zu (körper-)soziologischen Perspektiven und Theorie lesen und uns ausprobieren im kreativen, aktivistischen wissenschaftlichen Arbeiten. Wir bewegen uns dabei zwischen Körperwissen und Körpererleben mit der Frage im Hinterkopf: welches Wissen, welche Erfahrungen, werden (körperlich) erlebbar (gemacht)? Dabei werden die Raumaspekte und grundlegenden Beziehungen des Körpers zum Raum als besonderer Faktor der Bewegungsgestaltung hervorgehoben. Das Tutorium findet Hybrid statt: wir starten virtuell und enden mit einem Blockseminar in Marburg.

Tutorin: Juliana

Wann: 05.05., 20.05., 03.06., 17.06., 08.07. jeweils von 10-12 Uhr.  Am 23. und 24.07. als Blockwochenende in Präsenz

E-Mail-Adresse: Hutai@students.uni-marburg.de

Link: https://webconf.hrz.uni-marburg.de/b/jul-mry-mgq-bo2

Raum: für die Blockveranstaltung coming soon

 

Psychoanalytisch-tiefenhermeneutische Filminterpretation

In der psychoanalytischen Kulturforschung werden Filme (wie auch Träume oder psychische Symptome) als bedeutungsvoll und damit einer Interpretation zugänglich angenommen. Filme enthalten unbewusste Sinnschichten, die sich mittels Deutung (in einer Gruppendiskussion) freilegen lassen. Das Tutorium soll einen Rahmen bieten, in dem gemeinsam Filme gesehen und in einer entspannten Atmosphäre besprochen werden. Dazu können einerseits theoretische Texte zu psychoanalytischer Filmtheorie und der Tiefenhermeneutik, einer Methode zur Deutung des latenten Sinns von Kulturprodukten, gelesen werden. Gemeinsam werden aber vor allem von den Teilnehmenden selbst gewählte Filme interpretiert. Interessant in der Anwendung der tiefenhermeneutischen Methode ist, dass die Subjektivität der Interpretierenden im Erkenntnisprozess nicht ausgeblendet oder verleugnet wird, sondern bewusst markiert und zum Ausgangspunkt der Analyse gemacht. Gerade Gefühlen, Assoziationen, Irritationen in Bezug auf den Untersuchungsgegenstand wird besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Die affektiven Reaktionen auf einen Text, auch wenn sie zunächst sinnlos erscheinen, können so Deutungsansätze ergeben. Die ‚Tiefen‘, in die man sich dabei begibt, sind unter den manifesten, wörtlichen Bedeutungen angenommene latente Bedeutungsschichten, die etwa Verdrängtes enthalten. Darum kann das Tutorium auch als eine Art methodischer Einführung in psychoanalytisches Denken funktionieren.

Tutor: Moritz

Wann: zweiwöchig, mittwochs 14-18 Uhr (in Präsenz)

E-Mail-Adresse: Gerhardm@students.uni-marburg.de

Raum: 05C06 (05C06) (Wilhelm-Röpke-Straße 6, Geisteswissenschaftliche Institute, Block C (W | 02))

The Ocean Game: Das Spiel um die Zukunft des Planeten wird auf den Weltmeeren gespielt und das Desaster von Klimawandel, Politik und Gerechtigkeit geht in die finale Runde

Das Spiel um die Zukunft des Planeten wird auf den Weltmeeren gespielt und das Desaster von Klimawandel, Politik und Gerechtigkeit geht in die finale Runde.  Die Zeit läuft ab, um die Meere unseres Planeten noch nachhaltig schützen zu können und womöglich auch die Menschheit. Wir dürfen uns keine Fehltritte mehr erlauben. Und somit ist der Telos dieses Tutoriums: mit akademischer Klarheit, notwendiger Umsicht - im Sinne einer interdisziplinären Herangehensweise- unter der Rezeption populärer Diskussionen die grundlegenden Problematiken der Überfischung, Einödung und Erwärmung der Weltmeere zu beleuchten. Dabei wenden wir den Blick auf den vorherrschenden Status, die Zukunft und einer Selektion von Konfliktgegenständen, die sowohl politisch als auch ökonomisch kaum relevanter sein könnten. Der Gegenstand Meer wird von sicherheitspolitischen bis lösungsorientierten Perspektiven in seiner Ganzheit betrachtet, sodass Handlungsoptionen erarbeitet werden sollen.  Wir hoffen auf ein lockeres, wissenschaftliches Klima und freuen uns auf eure Beteiligung

Tutoren: Jarvis und Silas

Wann: wöchentlich mittwochs, 18-20 Uhr (in Präsenz)

E-Mail-Adressen: Hoehlerj@students.uni-marburg.de und Merkelba@students.uni-marburg.de

Ilias-Link: https://ilias.uni-marburg.de/goto.php?target=grp_2765853&client_id=UNIMR

Raum: 00A23 (00A23) (Deutschhausstraße 12, Institutsgebäude ( F | 14))

 

Die Rolle der Frau im Sport

Frauen verdienen im Durchschnitt für die gleiche Arbeit weniger als Männer, sie sind in Führungspositionen unterrepräsentiert und werden weniger gefördert.

Bekannte Fakten, doch wie schaut es im Bereich des Sportes aus? Natürlich trifft dies auch hier zu. Doch es wird daran gearbeitet, oder es soll daran gearbeitet werden, beispielsweise mit der Münchener Erklärung unter dem Titel: „Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport – Vorbeugen und Aufklären, Hinsehen und Handeln!“ aus dem Jahr 2010.

In meinem Autonomen Tutorium möchte ich darauf eingehen, dass längst nicht genug getan wird, auch wenn es ernsthafte Versuche gibt, die Rolle der Frau im Amateur- und Profisport zu verbessern.

Ich lade Dich herzlich ein, teilzunehmen, mitzudenken und mitzudiskutieren. Du erfährst bei mir viel über die ersten Schritte der Frauenemanzipation im Sport und den heutigen Status dieser Entwicklung in Deutschland. Gemeinsam möchte ich mit euch neue Ideen sammeln, z.B. welche Formen von Protestaktionen gemacht werden können, um die Rolle der Frau im Sport gleichberechtigter werden zulassen und Aufmerksamkeit zu generieren? Welche Strukturen müssen jetzt geändert werden, um eben die Gleichberechtigung im Sport zu erreichen? Dazu sind grundlegende Veränderungen innerhalb der Gesellschaft notwendig, bereits vom Kindesalter an. Welche Bilder werden uns beispielsweise bereits in Kindergarten und Grundschule vermittelt? Was wird von uns erwartet? Wer „macht“ diese Erwartung? Genau, Du ahnst es bereits! Und wie befreien und emanzipieren wir uns davon? Genau - gemeinsam.

Tutorin: Melissa

Wann: wöchentlich donnerstags, 18-20 Uhr (findet online statt)

E-Mail-Adresse: Kasperek@students.uni-marburg.de

Link: https://webconf.hrz.uni-marburg.de/b/mel-bot-bb7-mxa (Zugangscode: 942405)