autonome Tutorien der Studierendenschaft

aktuelle Tutorien im Sommersemester 2021 im Einzelnen

Strukturiert reflektieren: Praktische und theoretische Auseindersetzung mit Reflektionsmethoden und ihren Kontexten

Strukturiert reflektieren: Praktische und theoretische Auseindersetzung mit Reflektionsmethoden und ihren Kontexten

 

In allen Lebensbereichen können Nachdenken und informelle Gespräche helfen, sich zu sortieren, zu planen, Ideen zu entwickeln oder aus Erfahrungen zu lernen. Manchmal besteht aber ein Bedarf nach strukturierten Auseinandersetzungen in Bereichen der eigenen Praxis wie Studium, Nebenjobs, Lohnarbeit oder Politgruppen. Reflektionsmethoden können dabei unterstützen, neue Perspektiven oder Abstand in verworrenen Situationen zu gewinnen, Haltungen zu reflektieren und neue Ideen und Handlungsstrategien zu entwickeln. Sie können Prozesse wie Entscheidungsfindung für Einzelpersonen oder Gruppen vereinfachen. Andere können dabei unterstützen, Prozesse zu strukturieren oder auszuwerten und bestimmte Themenfelder – wie Umgang mit Stress, Zeit oder unterschiedlichen Rollen und Aufgaben – zu reflektieren. Theoretische und praktische Schwerpunkte des Tutoriums liegen auf Methoden, die – trotz fließender Grenzen – eher außerhalb "privater" Lebenskontexte angeordnet werden. Wir setzen uns theoretisch und praktisch mit folgenden Fragen auseinander:

Was sind einfache, niedrigschwellige Reflektionsmethoden? Ist es bei der Arbeit mit Reflektionsmethoden möglich, sich vom Druck zur Selbstoptimierung abzugrenzen? (Wie) können Reflektionsmethoden kritisch hinterfragt und angewandt werden? Gibt es auch Reflektionsmethoden, bei denen gesellschaftliche Zusammenhänge explizit mitgedacht werden? Wie können wir uns diesen Fragen mit dem Versuch einer emanzipatorischen Haltung zu gemeinsamer Selbst- und Weiterbildung nähern?

 

Hinweis: Dieses Tutorium ist kein Selbsthilfe-Seminar. Im Vordergrund stehen das Kennenlernen von Reflektionsmethoden, ihrer Kontexte und Anwendungsmöglichkeiten. Teilnehmende können sich entscheiden, ob sie diese an eigenen Fragestellungen aus Studien- oder anderen Aktivitätskontexten ausprobieren. Für eine angemessene Bearbeitung persönlicher Fragestellungen ist dieses Tutorium nicht der geeignete Rahmen!

 

Tutorin M. Guizetti
Zeitpunkt Blockveranstaltung: 10.06. 14:45-21:15 Uhr 11.06. 14:45-21:45 Uhr 12.06. 10-16:30 Uhr
Link zum Online-Tutorium https://webconf.hrz.uni-marburg.de/b/mar-hba-qrp-fka
Mailadresse der Tutorin bei Nachfragen Auf Anfrage erhältlich

 

Das Recht auf Wasser und die ökologisch-nachhaltige Transformation der europäischen Universitäten am Beispiel der Philipps-Universität Marburg orientieren und mitgestalten

Das Recht auf Wasser und die ökologisch-nachhaltige Transformation der europäischen Universitäten am Beispiel der Philipps-Universität Marburg orientieren und mitgestalten

 

Die Philipps-Universität Marburg wurde am 22.03.2021 zur ersten „Blue Community“-Universität in Deutschland ausgezeichnet. Ein kleiner Meilenstein für den Umgang mit öffentlich zugänglichem Trinkwasser, zu welchem sich die Stadt Marburg und nun auch die Universität als Menschenrecht bekennt. Schließlich ist dies weltweit für Milliarden Menschen nicht der Fall, daher ist es wichtig, dass wir uns unserer Umgebung bewusstwerden und durch solch ein Bekenntnis auf den Mangel an so vielen anderen Orten hinweisen. Hinzu kommt, dass das Trinken von Leitungswasser viel Plastik vermeidet und große Mengen an CO² Emissionen einspart. In meiner Veranstaltung geht es um die Sensibilisierung im Umgang mit meist alltäglichen Ressourcen, speziell in Hinblick auf die Vermeidung von Plastik sowie des möglichen Einsparens von CO² Emissionen und eben jene so wichtige Wertschätzung der Ressource Wasser. Ziel ist es, sich selbst bewusst zu werden, wie ich mit Ressourcen umgehe und meine Umwelt wahrnehme. Bewusst leben bedeutet auch verstehen. Daher wirst Du in meiner Veranstaltung erfahren, wie es um die Qualität des deutschen Trinkwassers steht, von der Wertschöpfung bis hin ins Glas, welche Prozesse anzugehen sind, um institutionelle Veränderungen zu bewirken und wie Du sensibel mit Deinen Mitmenschen kommunizierst. Denn gesellschaftliche Veränderungen müssen drei ganz entscheidende Ebenen durchlaufen: das eigene Bewusstsein, das Bewusstsein Deiner Mitmenschen und die Akzeptanz möglichst vieler Institutionen, welche wiederum aus Deinen Mitmenschen bestehen. Die große Gemeinsamkeit ist, dass alle Prozesse hin zur erfolgreichen Transformation Zeit, Einfühlungsvermögen und Verständnis brauchen. So funktioniert Veränderung, zu welcher ich Dich herzlich einlade.

 

Tutor Jannick Poungias
Zeitpunkt Wöchentlich montags 18:15-19:45 Uhr
Link zum Online-Tutorium https://webconf.hrz.uni-marburg.de/c/jan-xpu-r3n-qya
Mailadresse des Tutors bei Nachfragen Auf Anfrage erhältlich

 

 

„Here’s to Evil – Schurk:innen und ‚das Böse‘ in den Medien“

„Here’s to Evil – Schurk:innen und ‚das Böse‘ in den Medien“

„Why so serious?“, fragt Heath Ledgers Joker den namensgebenden Dunklen Ritter in The Dark Knight. Auf einem anderen Bildschirm ballt Thanos, Erzfeind der Avengers, seine behandschuhte Faust. Auf der Switch- Konsole vor dem Fernseher springt wiederum Super Mario gerade nur knapp über den Kopf seiner gehörnten Nemesis King Koopa; und auf dem Sofatisch liegt, halb durchgelesen, ein Klassiker: Bram Stokers Dracula. Bösewichtsfiguren begleiten uns durch unsere mediale Wahrnehmung der Umwelt. Ihre Existenz in einer Geschichte teilt die Welt in „gut“ und „böse“, „rechtschaffen“ und „chaotisch“ auf. Sie sorgen für Konflikt, und ihre Niederlage ist nicht selten das oberste Ziel unserer Protagonist:innen. Dennoch fühlen wir uns oft mehr durch sie angezogen oder gar verstanden als durch unsere Held:innen; so machte Joaquin Phoenix‘ Variante des Joker 2019 Schlagzeilen, als schon vor dem Filmstart befürchtet wurde, der Charakter könnte zum neuen Sinnbild der extrem misogynen Incel-Bewegung werden – deren Mitglieder im Zuge des Filmstarts vielerseits tatsächlich den Bösewicht zu ihrer neuen Ikone erhoben. Es sind diese und viele andere Arten und Weisen, auf die medial inszenierte Bösewichter unsere Wahrnehmung der Realität formen, mit denen sich dieses Tutorium auseinandersetzt. Ziel ist, sowohl zu betrachten wie fiktive Bösewichter durch die Gesellschafen, in denen sie geschaffen werden, geformt werden, als auch zu analysieren, was für einen Einfluss sie wiederum auf diese Gesellschafen haben können. Hierbei werden in Diskussionen aus einer interdisziplinären Perspektive Bösewichter aus allen möglichen Bereichen der menschlichen Kulturgeschichte betrachtet – vom Phantom der Oper bis hin zu Cruella deVil wartet ein breites Spektrum der grausigsten (und gelegentlich auch charmantesten) Schurk:innen aus Film, Buch, und Spiel darauf, analysiert zu werden.

 

 

Tutor Phillip Höhre
Zeitpunkt Wöchentlich montags 18:15-19:45 Uhr
Link zum Online-Tutorium https://webconf.hrz.uni-marburg.de/b/phi-huo-wdf-f2c
Mailadresse des Tutors bei Nachfragen Auf Anfrage erhältlich

Inequality in the Modern World

Inequality in the Modern World

 

 

Why are some nations rich and others poor? Why do some ethnicities get arrested more often? Why do women report higher happiness yet also more anxiety? In this tutorial I will explore one of the key issues facing humanity: inequality. In my last tutorial: Viva la Resistance! Can we be happier and save the planet? I explored the science, psychology, economics and philosophy of happiness and how our well-being is intertwined with the environmental quality of our surroundings. During our discussions of demography, the climate crisis, class struggle and overpopulation it became ever clearer that all these factors are inseparable from the problem of inequality. In my last tutorial I provided a broad perspective of happiness and global humanitarian issues, often asking the questions “What?” and “How?”. Now I will explore reasons for inequality and how we can tackle it, asking “Why?” and “Which?”. Topics include not just traditional political and economic reasons for inequality but also geographical, genetic, historical and psychological. We will discuss inequalities in quality of life and its components including health, trust in our neighbours, family life, religion, community spirit and many more. Is inequality necessary and if it is, how much inequality should we have? Which policies can best achieve this optimum and at what human cost? We look forward to meeting you and hearing your ideas!

 

 

Tutor Alexander Elliott
Zeitpunkt Zweiwöchig freitags: 30.04., 14.05., 28.05., 11.06., 25.06., 09.07. 12-14 Uhr
Link zum Online-Tutorium https://webconf.hrz.uni-marburg.de/b/ale-0ct-mui-u9x
Mailadresse des Tutors bei Nachfragen elliotta@students.uni-marburg.de

 

 

Fake News, Memes, Verschwörungsmythen –Rechtspopulismus und die extreme Rechte im digitalen Raum

Fake News, Memes, Verschwörungsmythen –Rechtspopulismus und die extreme

Rechte im digitalen Raum

 

Gezielte Desinformationskampagnen, memetische Bilderkämpfe und die Verbreitung von Verschwörungsmythen sind Phänomene, welche einen wesentlichen Teil der digitalen Strategie rechtspopulistischer Bewegungen und der extremen Rechten weltweit bestimmen. Im Tutorium werden wir uns diesen und anderen Phänomenen aus interdisziplinärer Perspektive nähern und herausfinden, was sie über die gegenwärtige transnationale Vernetzung der extremen Rechten, Globalisierung und Digitalisierung sowie neue Wege politischer Kommunikation aussagen. Wir befassen uns mit den teils verschwimmenden Grenzen zwischen Rechtspopulismus und rechtsextremen Einstellungen und wollen dabei nicht aus dem Blick verlieren, was mögliche Gegenstrategien sein könnten. Wir werden verschiedene Ansätze und Theorien kennenlernen, aber auch praktisch anhand von aktuellen Fallbeispielen und mit Material aus einschlägigen Onlinekanälen arbeiten. Das Tutorium soll Einblicke in das Forschungsgebiet geben und je nach Interessensschwerpunkten zu spezifischen Inhalten tiefergehende Analysemöglichkeiten bieten. Das Tutorium richtet sich an alle interessierten Studierenden mit oder ohne Vorwissen.

 

 

Tutor Nick Nestler
Zeitpunkt Wöchentlich donnerstags 14-16 Uhr
Link zum Online-Tutorium https://webconf.hrz.uni-marburg.de/b/nic-zad-6tg-ezt
Mailadresse des Tutors bei Nachfragen Nestler@students.uni-marburg.de

Persönliche Weiterentwicklung - Skills, Kompetenzen und Qualifikationen im Fokus

Persönliche Weiterentwicklung - Skills, Kompetenzen und Qualifikationen im Fokus

 

Persönliche Weiterentwicklung ist eine stetige Lebensaufgabe.  Sie scheint eine Schlüsselkomponente für privaten und beruflichen Erfolg zu sein und um bestmöglich mit Mitmenschen zu interagieren.  Im Seminar schauen wir uns gemeinsam Skills, Kompetenzen und Qualifikationen im Detail an, um so die persönliche Weiterentwicklung jedes Einzelnen zu fördern. Die Anwendungsbereiche sind sehr vielfältig z.B. Diskussionen, Verhandlungen oder Prüfungsvorbereitungen. Im Alltag finden wir selten Zeit unsere Skills und Kompetenzen zu reflektieren und aktiv auszubauen. Das Tutorium soll hierfür Raum geben. In einem geschützten Rahmen werden wir neue Skills und Kompetenzen erkunden.  Die Themen des Tutoriums werden Kommunikations- und Verhandlungskompetenzen sein. Weiterer Inhalt ist das Selbstmanagement inklusive Zielformulierung, Prioritätensetzung und Motivation. Ebenso werden Soft- und Hard-Skills, Toleranz, Selbstreflektion, Zeit- und Stressmanagement, der Umgang mit Kritik (nach Ben Furman) und viele weitere spannende Themen behandelt.  Du hast Lust auf persönliche Weiterentwicklung und Aneignung neuer Skills und Kompetenzen? In diesem Seminar werden wir durch Selbsterfahrung unsere persönliche Weiterentwicklung ankurbeln. Die zu Grunde liegende psychologische Theorie wird kritisch diskutiert. Das Ziel ist Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, um Herausforderungen besser und effizienter bewältigen zu können.  Folgende Fragen stehen dabei im Fokus „Welche Skills und Kompetenzen sind echte Erfolgsfaktoren für die persönliche Weiterentwicklung?“ und „Wo können wir diese in privaten und beruflichen Situationen nutzen?“.  Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

 

 

Tutorin Stefanie Heydt
Zeitpunkt Blockveranstaltung: 07.05., 21.05., 04.06., 18.06., 02.07., 16.07. jeweils von 10.15 – 13:30 Uhr
Link zum Online-Tutorium https://webconf.hrz.uni-marburg.de/b/ste-5vx-d25-vgj
Mailadresse der Tutorin bei Nachfragen Heydt@students.uni-marburg.de

Antiziganismus erkennen und bekämpfen – Einblicke in die Antiziganismusforschung

Antiziganismus erkennen und bekämpfen – Einblicke in die Antiziganismusforschung

 

Antiziganismus ist eines der ältesten und am tiefsten verwurzelten Vorurteile der deutschen und europäischen Gesellschaften. Er war und ist ein zentrales Element von an Sinti:zze, Rom:nja und  anderen Gruppen oder Einzelpersonen verübter Stigmatisierung, Ausgrenzung und Gewalt. Dieses Phänomen prägt seit Jahrhunderten unsere Gesellschaft und führte im Nationalsozialismus zum Völkermord an den Sinti und Roma. Doch der Antiziganismus ist weder erst mit dem nationalsozialistischen Rassenwahn entstanden, noch war dieser mit dem Ende des NS vorbei. Antiziganistische Kontinuitäten in Deutschland und Europa sind beängstigend und bedrohen bis heute Gleichberechtigung, Teilhabe sowie Leib und Leben von vielen Betroffenen. Trotz-dessen ist die Thematisierung von Antiziganismus an deutschen Hochschulen kaum vorhanden. Auch an der Marburger Universität gibt es keine (sichtbare) Beschäftigung mit dem Thema. Was ist Antiziganismus und wie lässt sich dieser erkennen? Mit welchen Kontinuitäten drückt sich dieses soziale Phänomen heutzutage aus? Welche Widerstände gab und gibt es von Betroffenen? Wie steht es um eine kritische Auseinandersetzung in der Dominanzkultur zu dem Thema? Mit diesen und anderen Fragen soll sich im Rahmen dieses autonomen Tutoriums interdisziplinär auseinandersetzt werden.

 

 

Tutor V. Rachor
Zeitpunkt Wöchentlich dienstags 14-16 Uhr
Link zum Online-Tutorium https://webconf.hrz.uni-marburg.de/b/vik-k4g-bjp-y7p
Mailadresse der Tutorin bei Nachfragen Auf Anfrage erhältlich

 

die autonomen Tutorien im Allgemeinen

in aller Kürze

Die Philipps-Universität Marburg hat eine Vielzahl von Studiengängen, die über mehrere  Standorte verteilt sind, daher gibt es leider kaum Räume, in denen bspw. Student*innen der Naturwissenschaften und Gesellschaftswissenschaften aufeinander treffen und gemeinsam und interdisziplinär Themen erkunden können. Autonome Tutorien stellen ein fachbereichsübergreifendes selbstverwaltetes Lehr- und Lernangebot von Student*innen an Student*innen dar. In den vier Autonomen Tutorien bekommst Du in ungezwungener Atmosphäre zu erkunden. Dieses Format bietet die Möglichkeit wissenschaftliche Themen kritisch aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten, ohne an inneruniversitäre Bologna-Zwänge gebunden zu sein. 

Die Gestaltung der Tutorien liegt ganz in den Händen der Tutor*innen. Die Tutor*in eines Autonomen Tutoriums hat hauptsächlich die Aufgabe, den Ablauf des Tutoriums zu strukturieren und den Gruppenprozess zu organisieren. Die Autonomen Tutorien leben jedoch vor allem von den Beiträgen und der Mitarbeit der Teilnehmer*innen. Daher besteht keine Anwesenheitspflicht und es werden auch keine Prüfungen oder Ähnliches abgenommen. Das bedeutet auch, dass keine ECTS-Punkte vergeben werden können. Die Autonomen Tutorien können in der Regel nicht auf Module in Studiengängen verrechnet werden. Auf Anfrage können jedoch Teilnahmebescheinigungen ausgestellt werden. 

Die Autonomen Tutorien starten dieses Semster am 04.05.2020.

Die Autonomen Tutorien werden vom Allgemeinen Student*innenausschuss der Philipps-Universität Marburg (AStA Marburg) angeboten und durch zentrale QSL-Mittel finanziert. Ausgesucht wurden die Tutor*innen durch Personen, die aus der Fachschaftenkonferenz (FSK) und dem Student*innenparlament (StuPa) gewählt sind und die den Ausschuss für Autonome Tutorien bilden.

Bei Fragen wende dich gerne per E-Mail an die Ansprechpersonen für Autonome Tutorien oder schaue in der entsprechenden Sprechstunde vorbei (siehe Sprechzeiten). 

Ansprechpersonen für Autonome Tutorien:

Die aktuellen Sprechzeiten des Allgemeinen AStA-Vorstandes findest du hier: https://www.asta-marburg.de/referate/vorstand/

Die Auswahlgespräche

Die Bewerber*innen, die die Auswahlkriterien erfüllen, werden zu einem ca. 30 minütigen Auswahlgespräch vor dem Ausschuss für Autonome Tutorien eingeladen. Im Auswahlgespräch haben die Bewerber*innen 10-15 min. Zeit ihre Fragestellung und die Ideen für das Autonome Tutorium vorzustellen. Anschließend hat der Ausschuss 10-15 min., um Fragen an die Bewerber*innen stellen. Die Auswahlgespräche finden in der Regel in den beiden Wochen nach Ausschreibungsfrist statt.

In den Auswahlgesprächen bekommen die Bewerber*innen die Möglichkeit ihre Themen dem Ausschuss ausführlicher vorzustellen und Fragen aus dem Bewerbungsschreiben zu beantworten, damit die Vertreter*innen der Verfassten Student*innenschaft sich ein Bild von der Bewerber*in und von dem vorgeschlagenen Thema zu machen. Es ist daher wichtig, dass die selbstformulierte Fragestellung die Auswahlkriterien erfüllt.

Hier ein paar Hinweise darauf, was Ihr bei der Vorstellung beachten solltet und welche Fragen möglicherweise auf Euch zukommen können. In der Vorstellung des Themas sollte die Schwerpunktsetzung des Tutoriums deutlich werden. Es können auftauchende Unterthemen, Debatten und Fragestellungen oder auch ein ungefähren Ablaufplan vorgestellt werden. Es ist weniger wichtig, ein*e Expert*in in dem Thema zu sein, als die Bereitschaft zur selbstständigen Informationsaneignung zu zeigen und Bezüge auf wissenschaftliche Literatur oder Autor*innen herzustellen. Erwähnenswert dabei ist sicherlich auch, woher das Interesse für das ausgewählte Thema herkommt und welche Erkenntnisse sich vom gemeinsamen Lernen erhofft werden. Das Tutorium sollte eine interdisziplinäre Thematik und/oder innovatives Lehrkonzept verfolgen. Das Tutorium sollte einen kritischen Blick auf ihre jeweiligen Lehr- und Forschungsdisziplinen werfen und/oder den gesellschaftlichen Kontext der Wissenschaften kritisch reflektieren. Wie willst du diese beiden Kriterien erfüllen? Das Tutorium muss fachbereichsübergreifend sein und sollte für Studierende aus allen Fachbereichen ansprechend konzipiert und organisiert sein. Daher ist es interessant zu erfahren, wie Du möglichst viele Teilnehmer*innen mit unterschiedlichen Voraussetzungen und aus unterschiedlichen Fachdisziplinen integrieren willst.m

Keine Angst, die Auswahlgespräche sind absichtlich nicht als Verhör, sondern als Gespräche konzipiert! Es geht um den gemeinsamen Austausch. Das Gespräch wird moderiert und es wird auf die Zeit geachtet werden. Nach dem alle Gespräche stattgefunden haben, wird euch das Ergebnis der Auswahl per E-Mail mitgeteilt werden.

Aufgabe als Tutor*in

Die ausgewählten Autonomen Tutorien finden während der Vorlesungszeit (in der Regel) jede Woche 90 Minuten statt, um ein spannendes Thema im Kreis von Kommiliton*innen in ungezwungener Atmosphäre zu erkunden. Die Autonomen Tutorien sind grundsätzlich nicht an universitäre Lehrveranstaltungen gebunden, d.h. die Tutor*innen vergeben auch keine Noten auf Grundlage von ECTS-Punkten!

Einer Tutor*in eines Autonomen Tutoriums hat hauptsächlich die Aufgabe, den Ablauf des Tutoriums zu strukturieren und den Gruppenprozess zu organisieren. Die Koordinator*in für Autonome Tutorien steht für organisatorische Fragen und zur Unterstützung zur Verfügung. Die gemeinsame Auserarbeitung der Sitzungsgestaltung kann zusammen mit der Koordinationsstelle erstellt werden.

Der AStA Marburg stellt für die Durchführung der Autonomen Tutorien Beamer, Moderationskoffer und weitere Materialien auf Anfrage zur Verfügung.

Dieses Semester nutzen wir die kostenlosen Plattformen BigBlueButton und Ilias.

Entstehungsgeschichte der autonomen Tutorien

Am 17.10.2017 bewilligte die Zentrale Kommission über die Verwendung der zentralen Mittel zur Qualitätssicherung von Studium und Lehre (Zentrale QSL-Kommission) auf Antrag des AStA Vorstandes Gelder für die Organisation und Durchführung von vier Autonomen Tutorien im Sommersemester 2018. 

Mittel zur Qualitätssicherung von Studium und Lehre: Seit der Abschaffung der Studiengebühren in Hessen steht den Universitäten eine Zusatzfinanzierung durch das Land zu, die die Gebühren ersetzen soll. Diese Gelder dienen nicht der Finanzierung grundständiger Lehre, sollen zur Verbesserung bzw. Erweiterung des angebotenen Lehrangebots genutzt werden. Diese Verbesserung kann materieller (z.B. Kursausstattung, ausleihbare Bücher) oder personeller (z.B. zusätzliche Kursbetreuer) Art sein. Jeder Fachbereich hat eine QSL-Kommission und es gibt noch die Zentrale QSL-Mittel Kommission. Die Kommission entscheidet auf Antrag über die Verwendung der verfügbaren Gelder. Dabei haben die Studierenden erhebliches Mitspracherecht. Denn dies ist das einzige Gremium der Uni, das paritätisch besetzt ist, in dem also 6 Studentische Vertreter*innen und 6 Vertreter*innen aus anderen Statusgruppen Mitglieder sind. Jedes Organ der Uni kann Anträge stellen, eingeschlossen sind dabei die Fachschaftsräte und der AStA Marburg.

Kontakt

Bei Fragen zu den autonomen Tutorien kannst Du dich gerne bei uns melden

E-Mail: auton-tutorien-koord@asta-marburg.de

Koordinatorin: Dorothea Orth

Sprechstunden finden bis Ende Mai 2020 nicht statt.