Infoveranstaltung der Autonomen Tutorien am 18.10.2022 um 18 Uhr (c.t.) im Hörsaalgebäude

Wir freuen uns, euch mitteilen zu können, dass dieses Jahr eine Infoveranstaltung am 18.10.2022 um 18 Uhr (c.t.) im Hörsaalgebäude (Biegenstraße 14) in Raum 00/0070  stattfinden wird, bei welcher sich die Tutor*innen mit ihren Tutorien persönlich vorstellen werden. Auch Raum für Fragen wird es geben - wir freuen uns auf euch!

We are pleased to inform you that this year there will be an information event on 18.10.2022 at 6 pm (c.t.) in the lecture hall building (Biegenstraße 14) in room 00/0070,  where the tutors will introduce themselves and their tutorials. There will also be room for questions - we look forward to seeing you!

Autonome Tutorien im Allgemeinen

in aller Kürze

Die Philipps-Universität Marburg hat eine Vielzahl von Studiengängen, die über mehrere  Standorte verteilt sind, daher gibt es leider kaum Räume, in denen bspw. Student*innen der Naturwissenschaften und Gesellschaftswissenschaften aufeinander treffen und gemeinsam und interdisziplinär Themen erkunden können. Autonome Tutorien stellen ein fachbereichsübergreifendes selbstverwaltetes Lehr- und Lernangebot von Student*innen an Student*innen dar. In den Autonomen Tutorien bekommst Du in ungezwungener Atmosphäre zu erkunden. Dieses Format bietet die Möglichkeit wissenschaftliche Themen kritisch aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten, ohne an inneruniversitäre Bologna-Zwänge gebunden zu sein.

Die Gestaltung der Tutorien liegt ganz in den Händen der Tutor*innen. Die Tutor*in eines Autonomen Tutoriums hat hauptsächlich die Aufgabe, den Ablauf des Tutoriums zu strukturieren und den Gruppenprozess zu organisieren. Die Autonomen Tutorien leben jedoch vor allem von den Beiträgen und der Mitarbeit der Teilnehmer*innen. Daher besteht keine Anwesenheitspflicht und es werden auch keine Prüfungen oder Ähnliches abgenommen. Da sie nicht zur currecularen Lehre gehören, werden keine ECTS-Punkte vergeben. Die Autonomen Tutorien können in der Regel nicht auf Module in Studiengängen verrechnet werden. Auf Anfrage können jedoch Teilnahmebescheinigungen ausgestellt werden.

Bei Fragen wende dich gerne per E-Mail an die Koordinatorin für Autonome Tutorien.

Die Auswahlgespräche

Die Auswahlgespräche finden in der Regel in der Woche nach Ausschreibungsfrist statt. Die Bewerber*innen, die die Auswahlkriterien erfüllen, werden zu einem ca. 30 minütigen Auswahlgespräch eingeladen. Dieses findet vor dem Ausschuss für Autonome Tutorien statt, sofern dieser sich konstituiert hat. Ansonsten sind der AStA-Vorstand und die Koordinatorin der Autonomen Tutorien verantwortlich.

Im Auswahlgespräch haben die Bewerber*innen 10 Minuten Zeit, ihre Fragestellung und die Ideen für das Autonome Tutorium vorzustellen. Es ist daher wichtig, dass die selbstformulierte Fragestellung die Auswahlkriterien erfüllt. Anschließend gibt es noch Raum für Fragen.

Folgende Punkte sind bei der Vorstellung eures Tutoriumkonzeptes wichtig:

- Schwerpunktsetzung des Tutoriums

- interdisziplinärer und kritischer Zugang zu dem Thema

- Vorstellung von: Unterthemen, Debatten und Fragestellung(en)

- ungefährer Semesterplan: Themen der einzelnen Sitzungen, Gruppenkonzept

- emanzipatorisches Lehr- und Lernkonzept

Es ist weniger wichtig, ein*e Expert*in in dem selbstgewählten Thema zu sein, als die Bereitschaft zur selbstständigen Informationsaneignung zu zeigen. Wissenschaftliches Arbeiten hingegen sollte Voraussetzung sein und Bezüge auf wissenschaftliche Literatur oder Autor*innen sollen hergestellt werden.

Stellt gerne auch vor, woher euer Interesse für das ausgewählte Thema kommt und welche Erkenntnisse ihr euch vom gemeinsamen Lernen erhofft. Das Tutorium sollte eine interdisziplinäre Thematik und/oder innovatives Lehrkonzept verfolgen. Ein kritischer Blick auf die jeweiligen Lehr- und Forschungsdisziplinen sowie den gesellschaftlichen Kontext der Wissenschaften kritisch zureflektieren ist wichtig. Daher sollte beides in eure Planung miteinfließen.

Keine Angst, die Auswahlgespräche sind absichtlich nicht als Verhör, sondern als Gespräche konzipiert! Es geht um den gemeinsamen Austausch. Das Gespräch wird moderiert und es wird auf die Zeit geachtet werden. Nach dem alle Gespräche stattgefunden haben, wird euch das Ergebnis der Auswahl per E-Mail mitgeteilt werden.

Aufgabe als Tutor*in

Die ausgewählten Autonomen Tutorien finden während der Vorlesungszeit (in der Regel) jede Woche 90 Minuten statt, um ein spannendes Thema im Kreis von Kommiliton*innen in ungezwungener Atmosphäre zu erkunden. Die Autonomen Tutorien sind grundsätzlich nicht an universitäre Lehrveranstaltungen gebunden, d.h. die Tutor*innen vergeben auch keine Noten auf Grundlage von ECTS-Punkten!

Einer Tutor*in eines Autonomen Tutoriums hat hauptsächlich die Aufgabe, den Ablauf des Tutoriums zu strukturieren und den Gruppenprozess zu organisieren. Die Koordinator*in für Autonome Tutorien steht für organisatorische Fragen und zur Unterstützung zur Verfügung. Die gemeinsame Auserarbeitung der Sitzungsgestaltung kann zusammen mit der Koordinationsstelle erstellt werden.

Der AStA Marburg stellt für die Durchführung der Autonomen Tutorien Beamer, Moderationskoffer und weitere Materialien auf Anfrage zur Verfügung.

Entstehungsgeschichte der autonomen Tutorien

Am 17.10.2017 bewilligte die Zentrale Kommission über die Verwendung der zentralen Mittel zur Qualitätssicherung von Studium und Lehre (Zentrale QSL-Kommission) auf Antrag des AStA Vorstandes Gelder für die Organisation und Durchführung von vier Autonomen Tutorien im Sommersemester 2018. 

Mittel zur Qualitätssicherung von Studium und Lehre: Seit der Abschaffung der Studiengebühren in Hessen steht den Universitäten eine Zusatzfinanzierung durch das Land zu, die die Gebühren ersetzen soll. Diese Gelder dienen nicht der Finanzierung grundständiger Lehre, sollen zur Verbesserung bzw. Erweiterung des angebotenen Lehrangebots genutzt werden. Diese Verbesserung kann materieller (z.B. Kursausstattung, ausleihbare Bücher) oder personeller (z.B. zusätzliche Kursbetreuer) Art sein. Jeder Fachbereich hat eine QSL-Kommission und es gibt noch die Zentrale QSL-Mittel Kommission. Die Kommission entscheidet auf Antrag über die Verwendung der verfügbaren Gelder. Dabei haben die Studierenden erhebliches Mitspracherecht. Denn dies ist das einzige Gremium der Uni, das paritätisch besetzt ist, in dem also 6 Studentische Vertreter*innen und 6 Vertreter*innen aus anderen Statusgruppen Mitglieder sind. Jedes Organ der Uni kann Anträge stellen, eingeschlossen sind dabei die Fachschaftsräte und der AStA Marburg.

Kontakt

Bei Fragen und Anliegen rund um die Autonomen Tutorien kannst du dich sehr gerne melden!

E-Mail: auton-tutorien-koord@asta-marburg.de

Koordinatorin der Autonomen Tutorien: Dorothea Orth

E-Mail: dorotheao@asta-marburg.de

 

Autonome Tutorien der Studierendenschaft im Wintersemester 2022/23 (Start: 2. Vorlesungswoche)

Brot und Rosen statt Burnout und Dosen. Kreatives Schreiben als persönlich-politischer Raum

(Not-)To-do-Listen fürs Patriarchat, Märchen über Waldbesetzungen, politische Graffitis über Salatschleudern und Kapitalismus. Unsere Erfahrungen in politischen Räumen in 11 Wörtern. Was wir uns an Unterstützung wünschen, aber in einzelne Silben zerschnipselt und neu zusammengesetzt. Diese blöde Situation letzte Woche, aber mit einem anderen Ende. Und vieles mehr. Wörter, Sätze und Ideen neu kombinieren, Geschichten spinnen, Erlebtes verändert aufschreiben – das ist nicht nur schöner Quatsch. Aber auch. Es muss nichts dabei herauskommen, aber manchmal lässt es uns aufatmen und den Stress und die Anforderungen und die Krisen einen Moment soweit nach außen schieben, dass wir wieder fühlen. Fühlen, wie es uns damit geht und was wir wollen. Oder überhaupt, einfach wieder Platz für uns selbst und fürs Zuhören und gemeinsam da sein. Manchmal hilft es uns auch, herauszufinden, wo gerade unser Platz ist oder unser Weg hingeht, zwischen gewaltvollen gesellschaftlichen Verhältnissen, eigenen Kämpfen darin und dem, was uns sonst antreibt und bewegt.

Das Kreative Schreibtutorium kann Burnouts und dergleichen weder verhindern noch heilen. Aber ihr dürft kommen, wie ihr gerade seid und den Raum nutzen. Ihr braucht nur Lust, in der gemeinsamen Zeit Schreibübungen zu machen und wenn ihr wollt, könnt ihr eure Texte vorlesen. Die Themen der Sitzungen entscheiden wir gemeinsam. Ihr könnt in allen Sprachen schreiben. Wenn ihr Fragen oder Bedenken habt, meldet euch gern!

Tutorin: Laura

E-Mail: Stumpp@students.uni-marburg.de

Zeit und Ort: wöchentlich donnerstags 10-12 Uhr; erste Sitzung online unter: webconf.hrz.uni-marburg.de/c/lau-j8i-md4-xjs

Kritische Wissenschaft in action! Hochschule demokratisieren und Demokratisierung erkämpfen mit Hochschulen

Wir sind als Studierende neben der Frage "Wer bezahlt für diese Krise" auch offensichtlich mit Verschärfungen an den Hochschulen konfrontiert. Das "studium digitale" erfüllt nicht einmal das kapitalistische Versprechen der Ausbildungsfunktion für den Arbeitsmarkt zu übernehmen.

Gleichzeitig wird von Seiten der neoliberalen Bildungsträgern versucht weitere Verschärfungen des Bologna-Regimes, der BA/MA Orientierung zu verstärken durch z.B. Erhöhung der Prüfungslast, Einschränkung studentischer Räume und Sparmaßnahmen an der Universität. Aber es gibt auch Widerstand dagegen!

Das autonome Tutorium möchte deshalb das Studium als geistige Bewaffnnung, als Ort der kritischen Wissenschaft gegen die kapitalistische Grundfunktion der "Ausbildungsfabrik" entgegenstellen. Damit demgegenüber durchgesetzt werden kann, dass Wissenschaft zur Lösung der dringenden gesellschaftlichen Probleme brauchbar gemacht werden kann (für soziale Gleichheit, Klimagerechtigkeit, soziale Demokratie) statt für Profitinteressen der Marktteilnehmenden. Die Voraussetzungen dafür, Einschätzung der Lage und in Anlehnung an die "SDS Hochschuldenkschrift 1961" möchten wir gemeinsam einen Überblick erarbeiten. Anschließend sollen Problemfelder interdisziplinär erarbeitet werden – in Filmabenden, Uni-Rundgängen, Inputs, Diskussionen und Spaß an der Theorie & Praxis. Alle sind herzlich eingeladen!

Tutor: Yusuf

E-Mail: karaasly@students.uni-marburg.de

Zeit und Ort:

https://marvin.uni-marburg.de/qisserver/pages/cm/exa/searchRoomDetail.xhtml?_flowId=showRoomDetail-flow&roomId=402&roomType=3&context=showRoomDetails&navigationPosition=organisation%2Csearchroom

Imperialismus und Klimawandel: Die Zerstörung der Umwelt als internationale Frage

Empirische Daten, verschiedene wissenschaftliche Disziplinen und auch der gesellschaftliche Diskurs verdeutlichen die Ernsthaftigkeit der voranschreitenden Naturzerstörung. Die Annahme des unbegrenzten wirtschaftlichen und technologischen Fortschritts- und Wachstumsgedanken, sowie der absoluten Naturbeherrschung stehen im absoluten Gegensatz zu jeglicher Naturressourcenknappheit und Überlastung der Ökosphäre. Klimakatastrophen verdeutlichen, dass Umweltschäden keinen Halt vor Ländergrenzen machen. Die heutige vorherrschende Naturkrise entwickelt sich also zwingend auch zu einer Systemfrage. Umso wichtiger ist es in den Geisteswissenschaften auch die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse zu berücksichtigen. Hierzu macht es Sinn, physikalische Gesetze, wie z.B. die der Entropie zur Erklärung heranzuziehen, um den Zusammenhang zwischen Ökologie und Ökonomie herzustellen.

Um dem Thema weiter die Abstraktion zu nehmen und auch um eine Gegenstimme zu dem sonstigen Tenor in dieser Diskussion zu bieten, soll anhand der globalen Landwirtschaft das Ausmaß der imperialen Wirtschaftsweise auf den Grund gegangen werden. Zentral soll dabei in diesem Tutorium sein, auch die Abhängigkeiten der ehemaligen Kolonialgebiete durch die imperialen Hegemonien aufzuzeigen. Hierzu soll ein historischer Überblick vom Kolonialismus hin zum Neokolonialismus eine Basis für eine kritische Auseinandersetzung sein.

Eine neue Sichtweise über die Folgen der imperialistischen Ausbeutung kann hier außerdem eine anthropologische Perspektive sein. Anhand dieser kann neben der ökologischen Ausbeutung auch die Verdrängung indigener Lebensweisen und der darin zugrundeliegende und heute noch bestehende Rassismus sein.

Die Universität als Ort der kritischen Wissenschaft soll an dieser Stelle aktiviert werden um gegen die imperialistische Grundordnung und der damit verbundenen planetaren und menschlichen Ausbeutung eine neue Argumentation entgegenzustellen. Im Rahmen des autonomen Tutoriums soll interdisziplinär zur Lösung der dringlichen gesellschaftlichen Problematik beigetragen werden.

In Filmabenden, Inputs und Diskussionen, sowie mittels aussagekräftiger Statistiken und kritischer Literatur sollen die Teilnehmenden Spaß an der Theorie und Praxis haben. Alle sind ganz herzlich dazu eingeladen in einen kritischen studentischen Austausch zu kommen.

Tutorin: Asli

E-Mail: guerhan@students.uni-marburg.de

Zeit und Ort: wöchentlich mittwochs 16-18 Uhr in Raum 03D09 in der PhilFak (Wilhelm-Röpke-Straße 6)

„Selbstbewusst und frei sprechen! Alle Überzeugen! “ + Bonus für ausländische Studenten „Hacks zum akzentfreien sprechen“

Wir haben es alle erlebt, dass wir irgendwann vor vielen Menschen reden müssen, egal ob es um eine mündliche Prüfung oder um ein wichtiges Referat ging. Davon haben einige von uns sehr viel Stress und schlaflose Nächte erlebt. Oder bist du vielleicht jemand, der Deutsch als Fremdsprache gelernt hat? Und das bereitet dir noch mehr Angst?

In diesem umfangreichen Tutorium lernst du, wie du selbstbewusst und sorgefrei vor Menschen sprichst. Du erhältst wichtige Tipps gegen Lampenfieber, wie du dein Selbstvertrauen stärkst und wie man Vorträge sinnvoll strukturiert und vorbereitet. Außerdem lernst du effektive Methoden, um deine Nervosität zu kontrollieren und dabei trotzdem authentisch bleibst! Die Methoden, die Konzepte und die Tricks, die ich dir in diesem Tutorium zeigen werde, habe ich über ein Jahr selbst entwickelt und mit Trail-and-Error geprüft!

Bonus für ausländische Studenten: Ich werde meine persönlichen Geheimnisse zum natürlichen und akzentfreien Sprechen enthüllen. Lass deine Kollegen und Bekannte sprachlos, wenn sie dich nach dem Abschluss dieses Tutoriums hören! Was werden sie sagen, wenn du komplett akzentfreies Deutsch sprichst? Und genau wie ein Muttersprachler klingst? Meldet euch gerne : )

Tutor: Mohammed

E-Mail: Noureldm@students.uni-marburg.de

Zeit und Ort: wöchentlich donnerstags 18-20 Uhr in Raum 01A01 in der PhilFak (Wilhelm-Röpke-Straße 6)

Pflege geht uns alle an

Wir beschäftigen uns in 3 Blöcken mit der grundlegenden Frage, was Pflege in der heutigen Zeit bedeutet:

Im ersten Teil (Semesterbeginn bis Reading Week) wollen wir der Frage nachgehen, welche Faktoren Pflege prägen wie die DRGs, das PpUVG, das Zukunftsprogramm Krankenhäuser, die Akademisierung der Pflegeausbildung, den Fachkräftemangel, das Fachkräfteeinwanderungs-gesetz, Triple Win. Da das UKGM als einziges Uniklinikum Deutschlands privatisiert wurde und der Ruf nach seiner Verstaatlichung bzw. Vergesellschaftung immer lauter wird, werfen wir außerdem einen Blick in seine wechselvolle Geschichte. Diese theoretischen Grundlagen wollen wir mit Politikern von CDU, SPD, Grünen, FDP und Linke, aber auch mit ausländischen Pflegekräften diskutieren.

Im zweiten Teil (Reading Week bis Weihnachtsferien) gehen wir intensiver der Frage nach den Arbeitsbedingungen am Uniklinikum Marburg nach. Wir sprechen über Gewerkschaftsarbeit und das neue Konzept des Organizings, Tarifautonomie, wir beleuchten den Streik zum TV-E in NRW und machen abschließend eine Exkursion zum UKM, um mit Pflegekräften ins Gespräch zu kommen.

Im dritten Teil (Weihnachtsferien bis Semesterende) greifen wir grundlegende gesellschafts-politische Themen auf und gehen der Frage nach, was es eigentlich bedeutet, als Mann in einem typischen Care-Beruf zu arbeiten, wie das Anliegen der Pflegekräfte in die Zivilgesell-schaft hineingetragen werden kann und welches Anliegen die Volksinitiative „Gesunde Krankenhäuser“ verfolgt.

Ich habe viele Gäste eingeladen, um das Tutorium interaktiv zu gestalten, und es besteht die Möglichkeit, nach Absprache mit den Dozenten ein Forschungsprojekt daraus abzuleiten.

Tutorin: Jutta

E-Mail: Lechnerj@students.uni-marburg.de

Zeit und Ort: wöchentlich montags 16-18 Uhr

Gender and City: Let’s design a feminist city!

Cities are complex organisms that encompass their own culture, tastes, and inflows. Cities could be home to millions of people as well as graveyards. A city could provide lots of opportunities as well as threats. Cities are created and influenced by the power relations, history, socioeconomic dynamics, and gender. The gendered structure of cities is significant to understand individuals’ experiences with cities. Gender and City: Let’s design a feminist city tutorial offers to discuss fundamental concepts such as feminist urbanism, and gender-inclusive urban planning to examine the city’s gendered structure and aims to create ideas to transform cities to become more inclusive, feminist, and equal.

This tutorial seeks answers to these questions; how do we explain the gendered dynamic of the city and how does this structure affect our daily lives? While trying to answer these questions the tutorial offers online meetings with NGOs and academics who work on urban politics to examine different points of view. Furthermore, the tutorial contains a field trip to examine real-life examples of the gendered structure of a city.

The tutorial aims to create an open space to think and discuss equal and feminist cities. Together we can discuss the questions below and think of new questions for further projects and collective actions. I believe each one of us has a unique perception of the city and has a unique insight to change the pattern. That’s why I invite you to participate in this tutorial to create change in we live.

Tutorin: Ayse

E-Mail: Oeztuerr@students.uni-marburg.de

Zeit und Ort:

Revolte der Körper* Emanzipatorisches Potenzial von Tanz und Performance Arts - für wen?

Ihr bewegt euch gerne? Habt Lust, euch in spielerischer Interaktion mit anderen auszuprobieren? Setzt euch gerne damit auseinander, welche Rolle Körper und Leibe(serfahrungen) für euch aber auch auf gesellschaftlicher Ebene spielen? Würdet gerne ein bisschen oder ein bisschen mehr eintauchen in die Welt der Performance Arts? Interessiert euch für machtkritische Perspektiven? Dann könnte dieses autonome Tutorium etwas für euch sein!

Gemeinsam mit euch würde ich mich gerne Tanz und Performance Arts aus einer Perspektive annähern, die danach fragt, wo Potenzial und Grenzen ihres emanzipatorischen Potenzials liegen. Viele Perfomancekünstler*innen machen in ihren Performances auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam, stellen gesellschaftliche Normen, Sehgewohnheiten und Machtverhältnisse infrage und verschaffen sich und den Gruppen, zu denen sie sich zugehörig fühlen, Gehör und Aufmerksamkeit. Doch wer kann Performancekünstler*in sein? Welche Räume können sich mithilfe dieser Kunstform angeeignet werden? Wo liegen bestärkende Momente, wo Hindernisse und Schwierigkeiten, für euch persönlich, aber vielleicht auch auf struktureller Ebene? Diese und viele mehr Fragen würde ich gerne mit euch erforschen, und zwar durch kognitive Zugänge wie Texte, Interview und Filme, vor allem aber auch ganz wortwörtlich am eigenen „Leibe“ mit Bewegungs- und Interaktionselementen aus dem Tanz- und Performancebereich.

#Falls ihr Fragen habt zögert nicht, mich zu kontaktieren - ich freue mich auf euch!

Tutorin: Hannah

E-Mail: soeffinh@students.uni-marburg.de

Zeit und Ort:

Antiostasiatischer Rassismus in der Medienlandschaft und im Alltagsleben

Antiostasiatischen Rassismus gibt es oft in Hollywood-Filmen, Romanen, Opern, Comics, Plakaten, Werbungen, Magazinen und Zeitungen - fast in allen medialen Darstellungsformen der (westlichen) Medienlandschaft. Eine besondere Form des antiostasiatischen Rassismus ist oft dort zu sehen, wo die Begegnung zwischen Ost und West als eine Liebesbeziehung zwischen einer ostasiatischer Frau und einem weißen Mann dargestellt wird. Die überlieferten romantischen Narrative aus der kolonialen Zeit wie die Oper “Madame Butterfly”, die eine japanische Frau darstellt, die ohne ihren amerikanischen Mann nicht weiter leben kann und Selbstmord begeht, und die stereotypischen ostasiatischen Frauenbilder von exotischer mysteriöser “Drachenlady” oder unterwürfiger hypersexueller “zarter Lotusblüte”, die heutzutage immer noch in den Hollywood-Filmen und Romanen dominieren, führen zu Sexismus und Rassismus gegen die ostasiatischen Frauen. Auf diesen rassistischen Sexismus möchte ich im Tutorium aufmerksam machen. Außerdem möchte ich mit Euch darüber diskutieren, inwieweit man die Phänomene in der Kulturbranche wie “Whitewashing” (z. B. Scarlett Johansson als japanische Figur Major Motoko Kusanagi im Film “Ghost in the Shell” aus dem Jahr 2017), kulturelle Aneignung der ostasiatischen Geschichten (z. B. das deutsche Theaterstück “atlas”, das eine vietnamesische Familiengeschichte nacherzählt) und die negative Darstellung der Ostasiaten in Literatur, Comics und Film als rassistisch gelten lassen kann.

In der Corona-Zeit ist es auch von Wichtigkeit, über den antiostasiatischen Rassismus im Corona-Kontext in den Massenmedien und dessen Wirkungen auf die ostasiatisch gelesenen Menschen in Deutschland zu sprechen.

Tutorin: Dong

E-Mail: Chend@students-marburg.de

Zeit und Ort: